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Berlinfahrt Klasse 10

03. Juni 2018

Montag, der 7.05.2018 (Anfahrt)

Am 7.05.2018, um 7.30 Uhr, sind wir Richtung Berlin losgefahren. Die Stimmung war anfangs gut, bis wir schon ab Sindelfingen im Stau standen. Nach dem Stuttgarter Kreuz war die Autobahn wieder frei und die Stimmung wurde besser. Während der ersten Pause wurde festgestellt, dass unser Bus eine technische Störung hatte. Wir sind dann zur nächsten Werkstatt gefahren. Gegen 11.20 Uhr waren wir dort. Da es hieß, dass die Reparatur etwas Zeit in Anspruch nehmen würde, hatten wir etwas Freizeit und konnten uns in dem kleinen Städtchen, beziehungsweise in dem sich dort befindenden Einkaufszentrum aufhalten. Um 14 Uhr konnten wir weiterfahren. Viele von uns waren sehr genervt, weshalb die Stimmung sehr angespannt war. Wir erreichten gegen 20.30 Uhr das Steps in Berlin.

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Dienstag, 08.05.2018

Nach dem Frühstück fuhren wir um 9.30 Uhr durch Berlin zum Potsdamer Platz. Von dort sind wir dann mit 50 Personen zum Bundesrat gegangen. Der Rest ist zu dem Museum Topographie des Terrors gegangen. Die Ausstellung des Museums handelt vom Nationalsozialismus. Auf dem Gelände des Museums steht noch ein echtes Stück Mauer, woran ein Zeitstrahl mit den Ermordungen während der NS-Zeit befestigt ist.
Im Bundesrat besichtigten wir zuerst den Plenarsaal. Nach einem sehr interessanten Vortrag, wo wir die Aufgaben des Bundesrats näher kennenlernen durften, hatten wir die Chance, in einem nachgebauten Plenarsaal ein neues Gesetz zu beschließen. Unsere Verhandlung ging um die Legalisierung von Marihuana.

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Nach einer Mittagspause am Potsdamer Platz startete unsere dreistündige Stadtrundfahrt, vorbei am Charité, Schloss Bellevue, Checkpoint Charlie und anderen Sehenswürdigkeiten.  Die Rundfahrt endete wieder am Alexanderplatz.
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Angekommen am Jugendtheater „Grips“ haben wir uns das Stück „Der Gast ist Gott“ angeschaut. Das moderne Stück handelte von verschieden Problemen der indischen und deutschen Kultur. Mit wenig Requisiten schafften es die vier Schauspieler aber trotzdem, das Stück interessant zu machen. Im Hotel angekommen hatten wir noch bis 22 Uhr Freizeit in Wedding.
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Mittwoch, 09.05.2018

Nach unserem Frühstück – für viele wie immer im Innenhof - machten wir uns um 9.30 Uhr auf den Weg zum Ku’damm, um zu shoppen und unsere Freizeit mit Freunden zu genießen. Nach zwei Stunden fuhren wir alle gemeinsam mit unserm Bus, der uns überallhin begleitete, zu dem Holocaust-Denkmal. Jeder war sehr beeindruckt von den vielen verschieden hohen Stelen.

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Am 11.05., um 8.30 Uhr sind wir von Berlin in Richtung Gärtringen losgefahren. Wir waren alle noch relativ müde, weshalb es ziemlich still im Bus war. Bis auf einen kleinen Stau vor dem Leonbergtunnel verlief die Fahrt ohne Probleme. Die Stimmung war trotz des Staus noch gut und wir waren entspannt. Gegen 18 Uhr erreichten wir Gärtringen.

Natürlich liefen wir alle gemeinsam zu dem berühmten Brandenburger Tor. Dort hatten wir Zeit, Gruppenbilder zu machen. Anschließend begaben wir uns zusammen auf den Weg zum Bundestag, ein beeindruckendes Gebäude. Im Plenarsaal hielt ein Angestellter des Bundestages einen Vortrag über das gesamte Gebäude, dessen Geschichte und Architektur.

Nach dem informativen Vortrag führten wir ein Gespräch mit dem CDU-Politiker Marc Biadacz. Herr Biadacz kommt aus dem Wahlkreis Böblingen. Deshalb freuten wir uns alle sehr, ihn kennenzulernen. Wir führten ein sehr lustiges und nettes Gespräch über seinen Beruf – er ist zum ersten Mal Bundestagsabgeordneter - , aber auch über sein Privatleben. Vielen von uns half es, einen Einblick in den Alltag eines Politikers zu bekommen. Anschließend besuchten wir die beeindruckende Kuppel des Reichstagsgebäudes, die sowohl funktional als auch optisch faszinierend ist. Wegen der vielen Spiegel, die für die Helligkeit im Bundestag zuständig sind, entstanden einige lustige Fotos.

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berlin201834.jpg Essen gab es am Mittwoch und Donnerstag im La Luz, welches neben dem Steps ist. Am ersten Tag gab es Rinderbraten mit Spätzle und für die Vegetarier Spaghetti mit Tomatensoße. Leider gingen die Spätzle schon nach wenigen Minuten aus und der Rest der Menge musste sich von Gnocchi ernähren. Das Essen war nicht das beste, aber wir waren ja auch nicht in einem Restaurant, sondern bei einem Catering.  Der zweite Tag, an dem wir dort gegessen haben, gab es Reis mit Geschnetzeltem und Soße mit Gemüse. Für die Vegetarier gab es alternativ Pilze mit Soße. An beiden Tagen war das Essen nicht so prickelnd wie Sprudel

Nach Rückfahrt und frühem Abendessen fuhren wir mit dem Bus in die Disco „Matrix“. Dort gibt es verschiedene Dancefloors mit unterschiedlichen Musikrichtungen. Da auch viele andere Schulgruppen in der Disco waren, wurde es teilweise sehr eng. Eine kleinere Gruppe sah sich zwischendurch alternativ zum Tanzen zu Lightshow und lauter Musik die Eastside Gallery an. Nach diesem sehr vielseitigen Tag fielen wir alle sehr müde in unsere Betten.

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Donnerstag, 10.05.2018

Um 10.00 Uhr erreichten wir die Bernauer Straße. Dort angekommen sortierten wir uns in die einzelnen Klassen, da wir drei verschiedene Führungen hatten. Unsere Klasse ging mit dem ersten Guide mit. Dieser erklärte uns die einzelnen Mauerabschnitte. Die Mauer wurde im August 1961 aus mehreren Bereichen aufgebaut. Das erste Hindernis der Mauer im Osten war die Hinterlandmauer, danach erstreckte sich der Kontrollzaun. Anschließend wurde noch eine Panzersperre gebaut, die verhindern sollte, dass man mit dem Auto durchfahren konnte. Außerdem gab es innerhalb dieses Grenzstreifens Beobachtungstürme und fein säuberlich gerechten Sand, in dem man sofort die Fußspuren von Flüchtigen erkennen konnte. Abgeschlossen wurde dieser hell erleuchtete Grenzbereich mit der berühmten Betonfertigteilmauer, die zum Teil heute noch im Westen zu besichtigen ist. Diese westliche Mauer ist die typische mit Graffiti besprühte Mauer, die alle von den Fotos kennen, die im Westen gemacht worden sind. Im Großem und Ganzen war unsere Führung sehr informativ, auch wenn unser Guide, der uns durch das Mauermuseum geführt hat, nicht immer so deutlich und artikuliert gesprochen hat.

Nach dieser Rundführung sind wir noch einen Aussichtsturm hochgelaufen, um den gesamten Maueraufbau von oben zu betrachten. Von der Terrasse aus konnte man das gesamte Grenzgebiet, das bis heute noch übergebliebenen ist, überblicken.

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Am dritten Tag unserer Berlinreise besuchte ein Teil unserer Stufe das Technik-Museum, die übrigen Schüler gingen entweder in das Jüdische Museum oder auf die Museumsinsel. Das Technikmuseum war sehr interessant gestaltet. Besonders Luft-Raumfahrt und Schifffahrt zeigten mehrere interessante Modelle auf, teilweise auch Nachbauten von existierenden Schiffen. Die Ausstellung gab viele Informationen über die verschiedenen Gebiete preis, leider reichte uns die Zeit nur, um diese zwei Themengebiete zu begutachten. Insbesondere die maßstabsgetreuen Flugzeugmodelle gaben uns einen realitätsnahen Eindruck, wie zum Beispiel das Verkehrsflugzeug Junkers Ju 52, dessen Erstflug am 7. März 1932 war. Das Museum glänzte unter anderem auch durch viele Interaktionsmöglichkeiten, wie zum Beispiel einen Flugsimulator oder ein virtuelles Boot zum selber Steuern.  

Jüdisches Museum:

Als wir im Jüdischen Museum ankamen, hat uns eine sehr nette Frau empfangen. Danach haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt. Man konnte sich zwischen ,,Jerusalem“ und ,,Die Juden im Nationalsozialismus“ entscheiden. Wir haben uns für die Führung ,,Die Juden im Nationalsozialismus“ entschieden. Sie hat uns Kopfhörer zum besseren Verständnis gegeben. Zuerst standen wir im Hof und haben uns das große Gebäude angesehen und über die Architektur diskutiert. Es war sehr beeindruckend, was Daniel Libeskind damit bewirken wollte. Die Architektur ist nicht symmetrisch und hat viele einzelne Türme. Der Kontrast von dem alten, hellen und symmetrischen Gebäude zu dem großen, grauen und asymmetrischen Gebäude ist sehr stark und beeindruckend. Als dann die eigentliche Führung begann, ging es 10 Meter unter die Erde. Das erste, was uns aufgefallen ist, waren die schiefen und ungeraden Wände und Böden. Dort fanden wir die verschiedenen Achsen. Die Achse der Kontinuität, die Achse des Holocausts, die Achse des Exils und die Achse der Erinnerung. Die Führerin hat uns durch die verschiedenen Achsen geführt und jede näher erklärt. Die einzelnen Achsen waren auf ihre Art und Weise emotional sehr ergreifend. Für uns war der emotionalste Moment, als wir durch den Memory Void gelaufen sind. Libeskinds Intention dahinter war, dass man sich an die damals verfolgten und in großer Zahl verstorbenen Juden erinnert. Jedoch haben es die meisten von uns anders empfunden. Als wir über die Metallgesichter, die am Boden lagen, gelaufen sind und es sich bei jedem Schritt so anhörte, als würden sie schreien, war es ein schreckliches Gefühl. Wir fühlten uns, als würden wir sie mit Füßen treten.

Insgesamt war die Führung für uns sehr interessant, da wir einen anderen Eindruck von dem Thema als im Unterricht bekommen haben.

Gruppe 2:

Nachdem wir unsere Taschen abgegeben hatten, teilten wir uns in 2 Gruppen auf, da wir 2 Führungen gebucht hatten. Wir hatten die Wahl zwischen ,,Jerusalem'' und ,,Die Juden im Nationalsozialismus''. Ich habe mich für ,,Jerusalem'' entschieden, da Herr Heinrich Jerusalem sehr interessant fand und sich zunächst zu wenige für diese Führung entschieden hatten.

Uns empfing eine junge nette Frau, die uns Kopfhörer verteilte, damit wir sie besser verstehen. 

Im ersten Ausstellungsraum ,,Welcome to Jerusalem'' wurden Filmausschnitte aus der Dokumentation ,,24h Jerusalem'' gezeigt, welche an einem einzigen Tag gedreht worden ist. Als wir in den zweiten Raum gingen, sahen wir, dass der Raum mit unterschiedlichen Karten geschmückt ist. Auf einigen Stadtkarten konnte man nicht die Straßen erkennen, auf anderen Stadtkarten waren die Viertel deutlich eingezeichnet. Eine Karte wurde extra für Touristen angefertigt, doch diese hat einen politischen Konflikt ausgelöst, da viele Orte von Bedeutung nicht eingezeichnet waren, die die Bürger genauso wichtig fanden.

 

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 Museumsinsel  - Ägyptisches Museum:

Als wir in das Ägyptische Museum hineinkamen, hat uns eine Mitarbeiterin nach unten zu den Garderoben, sowie zum Beginn der Tour gebracht. Bevor wir aber auf eigene Faust losgehen konnten, führte die Dame uns zu Schränken, in denen wir unsere Sachen ablegen konnten. Danach hatten wir ein bisschen mehr als eine Stunde Zeit, um das mehrstöckige Museum zu begutachten. Das Gebäude war voll von ägyptischen Schmuckstücken, wie große, goldene Halsketten, riesige Vasen, sowie kleine Kämme und Alltagsgegenstände, wie Spielzeuge, kleine Schalen, sowie Besteck. Gräber von Grabstätten gab es auch zu sehen, so wurden bei hoch angesehenen Ägyptern, wie Pharaonen oder Mitgliedern der Königsfamilien, selbst Kindheitsgegenstände aufgehoben und mit ins Grab gelegt. Außerdem gab es die berühmte Skulptur der Königin Nofretete, von der der Kopf zu sehen ist, sowie eine exakte Nachbildung des Kopfes, den man sogar selbst anfassen konnte. In dem großen Museum gab es aber nicht nur ägyptische Ausstellungsstücke, wir fanden auch Skulpturen berühmter Herrscher und Götter der griechischen Antike vor, wobei bei den meisten Skulpturen nur der Kopf vorzufinden war.

Freitag, 11.05.2018:

Am 11.05., um 8.30 Uhr sind wir von Berlin in Richtung Gärtringen losgefahren. Wir waren alle noch relativ müde, weshalb es ziemlich still im Bus war. Bis auf einen kleinen Stau vor dem Leonbergtunnel verlief die Fahrt ohne Probleme. Die Stimmung war trotz des Staus noch gut und wir waren entspannt. Gegen 18 Uhr erreichten wir Gärtringen.

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Sämtliche Texte stammen von Schülerinnen und Schüler der Klasse 10b.



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