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Studienfahrt nach Berlin

18. Juli 2019

Die diesjährige Abschlussfahrt ging auch dieses Jahr wieder in unsere Hauptstadt „Berlin“. Nach all den schriftlichen Prüfungen haben wir es genossen, an andere Dinge zu denken. Berlin ist eine sehr schöne Stadt, die es wirklich lohnt, zu besuchen. Übernachtet haben wir im Hostel „steps“. Wir haben uns dort wohlgefühlt und auch das Essen war lecker. Es gab ein Buffet und für jeden war etwas dabei.

Gleich am ersten Abend ging es in die Disko „Matrix“ und alle hatten Spaß, zu tanzen und zu feiern.

Am Dienstag besuchten wir den Bundesrat und führten ein kleines Planspiel zur Gesetzgebung durch. Der Bundesrat war sehr interessant und wir konnten nachspielen, wie lange der Weg ist, bis ein Gesetz verabschiedet wird. Debattiert und diskutiert haben wir über die Frage, ob Marihuana in Deutschland legalisiert werden sollte. Der Bundesrat liegt direkt am wilden Potsdamer Platz, der genug Restaurants, Bäckereien und Einkaufsläden in der Nähe hat, so dass man sich nicht viele Sorgen machen musste und die Freizeit gut nutzen konnte. Das Madame Tussauds, das wir noch am gleichen Tag besuchten, war eine lustige Erfahrung, da man Berühmtheiten „treffen“ kann und sie von „Nahem“ beobachten konnte. Man konnte dort auch eine Handskulptur der eigenen Hand machen und mit nach Hause nehmen. Als wir am Abend zum Bundestag sind, wussten wir nicht, was wir erwarten sollten, da ein Politiker des Böblinger Wahlkreises aus der CDU, Marc Biadacz, kam und mit uns redete und Fragen beantwortete. Das Gespräch selbst war sehr informativ und jeder konnte Fragen stellen. Biadacz stellte sich vor allem „Friday for future“, Artikel 13 oder dem Video von Rezo. Nach dem Gespräch gingen wir auf die Kuppel des Bundestags und genossen die Aussicht bei Nacht. Was für eine Aussicht! Von der Kuppel konnte man sehr weit sehen und die Architektur im Abendlicht bewundern.

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Am nächsten Tag hatten wir erst eine Stadtrumfahrt, die knapp drei Stunden dauerte und uns einen guten Überblick über das Stadtzentrum Berlins gab. Der Guide erzählte über Museen, die top Sehenswürdigkeiten, und die Geschichte Berlins. Viele Orte haben wir im Verlauf der Woche besucht. Unsere Mittagspause war am Zoologischen Garten, wo erneut viele Aktivitäten und Shops auf uns warteten. Nach der Mittagspause gingen wir zum Jüdischen Museum, das nicht wie andere Museen ist, sondern interaktiv und sehr ansprechend. Besonders beeindruckend war das Kunstobjekt „Gefallene Blätter“ des Künstlers Menashe Kadishman. Jüdisches Leben heute und die Verfolgung im Nationalsozialismus waren unsere Themen, mit denen wir uns beschäftigten.

Der letzte Tag in Berlin begann mit einem Besuch der Mauergedenkstätte in der Bernauer Straße, an der wir am Tag davor bereits vorbeigefahren sind. Die Gedenkstätte war unter freiem Himmel. Das ganze Gelände war noch mit Teilen von der Mauer ausgestattet. So konnten wir uns vorstellen, wie das geteilte Berlin aussah und was es für die Menschen in der DDR und BRD bedeutet hat. Wir erfuhren auch Schreckliches über die Schicksale der Menschen, die die Flucht versuchten.

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Die Mittagspause war am Alexanderplatz und wir hatten auch wieder Zeit, Berlin auf eigene Faust zu erkunden. Manche sind auf den Berliner Fernsehturm hochgefahren, waren aber nicht allzu beeindruckt. Nach der Mittagspause und einem gemeinsamen Eis gingen wir zu unserem letzten Ziel, dem Berliner Dungeon. Dort wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Der Dungeon war sehr gut gemacht, interaktiv und auch lustig an manchen Stellen. Gruseln war vorprogrammiert. Müde vom Tag genossen wir unseren letzten gemeinsamen Abend in Berlin.

Am nächsten Tag hieß es schon wieder „bye bye“. Die Abfahrt begann um 8:30 Uhr und wir fuhren fast den ganzen Tag, bis wir um ca. 18:00 Uhr wieder in Gärtringen ankamen. Schön war es! Schade, dass die Woche so schnell vorbei war.

Helen, 10a



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