Wir, die Klassen 9 und 10 der THR Gärtringen sind am 15. Februar mit drei Bussen nach Dachau gefahren, um die Gedenkstätte zu besuchen. Wir sind um 7 Uhr morgens an der THR losgefahren und um 10.15 Uhr in Dachau angekommen.

Als erstes haben wir uns in 3 Gruppen aufgeteilt, in denen die Führungen durchgeführt wurden. Dann ging es schon los.

Wir erfuhren zunächst unter anderem, dass es im Nationalsozialismus ganz viele Konzentrationslager gab, aber Dachau eines der größten war. Wir gingen dann durch das Tor, auf dem man den zynischen Spruch „Arbeit macht frei“ lesen konnte. Leider wurde diese Originaltür schon einmal geklaut, aber zum Glück wurde sie in Norwegen wieder gefunden. Nun befindet sich die Originaltür in dem Museum bei der Gedenkstätte.

Dann kamen wir auf einen großen Platz, dem damaligen „Appellplatz“. Drumherum standen ein paar Kontrolltürme, in denen früher die Leute der SS alles beaufsichtigten. Wir erfuhren auch, dass die Gefangen mit verschiedenen Symbolen gekennzeichnet waren, damit die Leute der SS direkt wussten, wen sie vor sich hatten.

Wir sind danach in die rekonstruierte Baracke gegangen. Man hat direkt gesehen, dass die Gefangenen eine grausame Zeit erlebten. Die Betten waren sehr sehr klein und richtige Matratzen gab es auch nicht. Die Menschen waren in dem KZ sehr abgemagert. Ein erwachsener großer Mann, der normalerweise 80kg wiegt, hatte dort damals ein Gewicht von 40kg. Über die Jahre wurden die Betten schlechter, das Essen ungenießbarer und die Arbeit schwerer. In der Gedenkstätte gibt es auch einen Ort zum Beten, der errichtet wurde nach der Befreiung, außerdem Denkmäler, die an die schlimme Zeit erinnern.

Danach gingen wir weiter zum Friedhof, dann zur Gaskammer und zum Krematorium. Es war echt ein Schock zu sehen, wie die Menschen leiden mussten und zu wissen, wo wir jetzt stehen, sind Menschen ermordet worden. Dieses Gefühl war sehr bedrückend.

Abschließend sahen wir in der Ausstellung die Original-Eingangstür.

Bei der Befreiung haben die Amerikaner die Gefangenen als erstes aufgefunden. Sie haben die Zustände gefilmt, diesen Film kann man heute im Museum anschauen.

Nach 2 ½ Stunden war die Führung zu Ende und es ging mit dem Bus wieder nach Hause. Es war ein sehr interessanter, aber auch anstrengender und aufwühlender Tag.

Wir waren sehr dankbar dafür, dass wir die Gedenkstätte besichtigen durften.

Lucas und Max, 9a ☺

Exkursion zur Gedenkstätte Dachau